Sicherheit & Recht

Sicherheit

Parakiten macht unglaublich viel Spaß — und genau deshalb wollen wir offen darüber sprechen, wo wir rechtlich und sicherheitstechnisch stehen. Von Pilot zu Pilot, ohne erhobenen Zeigefinger.

Rechtliche Einordnung

Wo Parakites heute stehen.

Parakites sind ein junges Segment — und rechtlich noch nicht in der gleichen Weise erfasst wie klassische, nach LTF/EN zertifizierte Gleitschirme. Anders als bei diesen gibt es für Parakites aktuell kein vergleichbares, verpflichtendes Musterprüfverfahren und keine eigene, speziell auf das Parakiting zugeschnittene Regulierung — weder in Deutschland noch auf europäischer Ebene. Parakites sind damit, Stand heute, keine geprüften und zugelassenen Fluggeräte im Sinne der klassischen Gleitschirm-Normen.

Uns ist wichtig, hier ehrlich zu sein: Wir sind keine Anwälte, und diese Seite ist keine Rechtsberatung. Die Rechtslage kann sich ändern und von Land zu Land unterscheiden. Informiere dich deshalb im Zweifel selbst bei den zuständigen Behörden oder Verbänden — zum Beispiel beim DHV — bevor du losfliegst.

Was wir für deine Sicherheit tun

Nur weil es keine Pflicht ist, heißt es nicht, dass wir es uns leicht machen.

Auch ohne verpflichtendes Prüfverfahren nehmen wir Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Produkte ernst — und nutzen dafür alles, was uns möglich ist.

01 — Material

Anerkannte Hersteller

Unsere Leinen stammen von anerkannten Herstellern für Fluggeräte, unsere Tücher von NCV Industries — Materialien, die sich in der Gleitschirmwelt seit Jahren bewähren.

02 — Austausch

Enger Kontakt zum DHV

Wir stehen im engen Austausch mit dem DHV und weiteren Institutionen, um aktuelle Entwicklungen, Erkenntnisse und Standards aus der Gleitschirmwelt direkt in unsere Arbeit einfließen zu lassen.

03 — Eigene Tests

An jedem Gelände getestet

Wir unterziehen jeden Parakite eigenen, langen Testreihen an unterschiedlichen Orten — Düne und Meer, Flachland und Berge — weil jedes Gelände andere Anforderungen stellt.

04 — Unabhängige Prüfung

GS-Belastungstest beim DHV

Zusätzlich lassen wir einen unabhängigen GS-Belastungstest — umgangssprachlich Schock- und Lasttest — vom DHV durchführen, um die Belastbarkeit unserer Schirme extern bestätigen zu lassen.

Was dabei geprüft wird

So läuft ein Schock- und Lasttest ab.

Schocktest (Stoßprüfung): Der Schirm wird bei definierter Fluggeschwindigkeit schockartig voll entfaltet. Dabei muss er einer massiven, kurzzeitigen Spitzenbelastung standhalten, ohne dass Leinen reißen oder das Tuch großflächig beschädigt wird.

Lasttest (Festigkeitsprüfung): Der Schirm wird an einem Messwagen befestigt und so lange beschleunigt, bis eine vorgeschriebene Belastung über mindestens drei Sekunden stabil gehalten wird — alternativ wird er bis zur Zerstörung belastet, um die maximale Bruchlast zu ermitteln. So zeigt sich, ob Tuch, Nähte und Leinen extremen Zugkräften standhalten.

Unsere Empfehlung

Der Mensch bleibt der größte Faktor.

Bei aller Sorgfalt, die wir in Material, Tests und Austausch mit dem DHV stecken, bleibt beim Fliegen immer ein Faktor, den wir nicht kontrollieren können: der Mensch. Wie du fliegst, welche Entscheidungen du in der Luft triffst und wie gut du dein Material beherrschst, liegt am Ende bei dir.

Deshalb empfehlen wir: Parakite fliegen sollte man nur nach einer professionellen Einweisung durch geschultes Personal. Am besten eignen sich dafür unsere Groundhandling-Kurse bei Mike Küng — dort lernst du das Material am Boden kennen, bevor du es in der Luft brauchst.

Zu den Kursen

Und letztlich gilt: Die Nutzung unserer Schirme erfolgt immer auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Fliege mit Respekt, mit Können und mit Vorsicht — dann macht das Parakiten am meisten Spaß.

Fragen zur Sicherheit?

Schreib uns — wir beantworten dir gerne, was du zu unseren Schirmen und Tests wissen willst.

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